sneids und mayo auf der piste

Warum das Ganze?

sneids und ich sind ja nun seit einigen Jahren zusammen unterwegs. Sowohl zwischenmenschlich, als auch mit den Bikes. Damit wir das Erlebte nicht wieder sofort vergessen, ist es zum alljährlichen Highlight geworden, ein Tourtagebuch anzufertigen. Anfangs war es ja nur ein Bericht, den man locker auf einer Website samt Link auf der Startseite unterbringen kann. Doch mit der Zeit wurde der Platz auf www.dam-dam.de etwas enger und kostspieliger, so musste nun dieses kleine Unterprojekt her. Dies ist quasi unser Touringarchiv.

Wir wünschen viel Spaß und einen hohen Informationsghalt beim Lesen und Betrachten der Bilder. Habt ihr eine Tour vor, scheut nicht, uns zu kontaktieren.

NEWS

Urlaub wie immer zu kurz
19.08.2009 / 07:27
Der eine oder andere hat es ja bereits mitgekriegt. Wir sind wieder zurück aus le Frankreich. Anstrengend, entbehrungsreich, landschaftlich schön, salzig sind nur einige Adjektive, die unsere Tour beschreiben. Bilder und viel mehr Adjektive gibt es zur traditionellen Tourbuchvorstellung. Wann genau die sein wird, steht noch nicht fest. Ich habe momentan viel um die Ohren.

On Tour
30.07.2009 / 11:50
Viele Steine wurden uns in den Weg gelegt, doch nun sind wir auf Tour. Ich hoffe, das Tippspiel funktioniert einigermaßen und wir sehen uns bald!

Ein Herz für Biker
29.07.2009 / 07:57
Dank meiner Eilmeldung von gestern konnten sneids und ich den Fahrraddiebstahl kompensieren. Es gab unzählige Angebote und Vorschläge, wie wir ohne sneids Cube Acid durch Frankreich kommen. Mein Azubi bot uns ihr formschönes Giant 28"-Damenrad an, Sebastian trötete mir ins Telefon er würde sein Ragazzi stellen. Auch Vorgesetzte und weitere Kollegen baten Ihre Räder zur kostenlosen Miete feil. Wir haben eine Entscheidung getroffen. Sie fiel uns sehr schwer und wir wollen darauf hinweisen, dass die anderen Bikes alle großes Potential und vor Allem viel Talent haben. Wenn sie es nur weiter probieren, werden sie es auch mal auf eine große Tour schaffen. Hier nun das offizielle Endergebnis: sneids wird Stevens Cube fahren. Vergeblich suchte er zwar nach einem Trinkflaschenhalter oder Schutzblechen, aber da muss er nun auch noch ein wenig in die Tasche greifen. Schließlich musste ich auch ganz schön was für Inspektion und vorgestern erst wieder nen neuen Shifter legen. Bilder vom Ersatzbike wird es aus Sicherheitsgründen bis zum Tourstart nicht geben.

Eilmeldung - Bike gestohlen
28.07.2009 / 08:57
Gerade erreichte mich die Nachricht, dass letzte Nacht sneids Bike entwendet wurde. Da wir in zweit Tagen gen Frankreich aufbrechen wollen, bitten wir euch uns leihweise ein Bike zu stellen. Zeit wurde es ja, dass der Hobel endlich wegkommt ;)

Quintessenz der letzten Tage
14.07.2009 / 19:17
Howdie! Während ich mein Feierabendbier genieße, dachte ich mir, ich gebe mal die aktuellesten Geschehnisse wieder. Zum ersten wäre da der berufliche Umzug von Prohlis in die Stadt an den Postplatz. Wer Dresden ein wenig kennt, weiß wie ich mich gerade fühle. Obendrauf kommt noch die Tatsache, dass die EDV-Abteilung mit ihren dünnen, aber attraktiven Ärmchen den Umzug fast alleine gestemmt hat. Ebenso fühle ich mich jetzt. Die Arbeitsplätze von uns sind eingerichtet, die anderen folgen morgen inkl. Netzwerkverkabelungsaktionen. Das witzigste an der ganzen Aktion heute war allerdings die letzte Fahrt mit mir und dem Chef allein im Auto. Leider ist dies zu privat und ich stelle das natürlich nicht auf die Website. Wer es wissen will, kommt zur Tourbuchvorstellung 2009 oder mal in der Mittagspause vorbei. Zum zweiten geht es darum, dass ich über meinFritz von einer Sputnik-Praktikantin angeschrieben wurde. Kurz was zur Erklärung. meinFritz, mySputnik und wohl noch 1.000 andere Communities bzgl. Radio verwenden die gleiche Datenbank / -struktur. So kam es dazu, dass eben eine Sputnikfrau mich bei Fritz anschrieb. Ich habe da als Profilbild ein Bild von meinem Bike in den Alpen. Sie wollen demnächst irgendwas mit Fahrrädern und Touren machen und ob ich was dazu zu sagen habe. Kurz und gut habe ich Werbung für piste.dam-dam.de gemacht noch ein wenig mehr geschrieben und nun sind sneids und ich zum Interview eingeladen. Zum dritten habe ich letzte woche beim Puppendoc angerufen. Ihr erinnert euch. Teil 1, Teil 2 und Teil 3. Es stellte sich heraus, dass die Hand soweit zerstört ist, dass nur eine neue in Frage kommt. Klingt ja schon mal gut. Na jedenfalls hat meine Krankenkasse in diesem Fall vier Wochen Zeit, sich dem Antrag anzunehmen. Erst dann darf ich bei denen mal an die Tür klopfen. sneids und ich wollen in knapp zwei Wochen aufbrechen. Knapp 700 Kilometer mit einer Hand auf dem Cannondale. Das wird ein Spaß. Zum vierten wurde mir noch von RP-ONLINE angeboten, eine Websitenpartnerschaft zu beginnen. Das heißt, ich präsentiere deren aktuelle Sportnews, darf Ihre Tickerschnittstelle nutzen und sie geben mir auf ihrer Seite Platz für ein Porträt meiner Website. Hierzu bedarf es einem Screenshot und einem Text von ca. 2.000 Zeichen. sneids ist noch am Schreiben. Ich würde da immer ein wenig dick auftragen, er ist da Realist. Obendrein kommt noch die heutige Abgabe meines Tourbikes zur Inspektion. Besondere Augenmerke bat ich auf Antriebsstrang und Bremse zu richten. Erstes Urteil: Die Kette ist durch, die Kassette ist rund und auch das große Kettenblatt ist abgelutscht. Donnerstag darf ich es dann wieder holen. hm.

Fahrräder, Frankreich, Zug
09.07.2009 / 23:14
Unsere diesjährige Tour führt uns ja wie erwähnt, durch die Gärten Frankreichs. Da wir aber nicht nur per Rad unterwegs sein werden, sondern auch mal mit der Bahn, erkundigten wir uns nach Fahrradmitnahmen. Aber egal, ob im Internet, auf der Website von TGV Europe oder direkt in der Hotline bei SNCF - nirgends erhielt man eine verbindliche Auskunft bzgl. Möglichkeiten der Radmitnahme bzw. der Reservierungspflichten. Also werden wir einfach auf gut Glück am Ticketschalter in Frankreich vorstellig werden. Desweiteren haben wir erfahren, dass man die Bikes ja auch in Packtaschen stecken kann und dann sind sie als Fahrrad nicht mehr deklarierbar, sondern nur noch Gepäck. So eine Tasche kostet um die 60,- EUR. Wir haben jetzt Jutesäcke bestellt. 130x110cm Mal sehen, ob unsere Bikes reinpassen. Ein erstes Trockenmessen ergab bei mir Werte von ca. 130x80cm.

Radpolizisten - Bikecops
03.07.2009 / 16:15
Gerade an der Sachsenallee sind sie mir zum ersten mal begegnet: Dresdens wohl erste Fahrradstreife der Polizei! Zum Glück habe ich Augen wie ein Adler und erkannte die zwei Männers mit silbergrauen Helm, blauen Hemden (passend zum Rad) mit der reflektierenden Auffschrift POLIZEI und dem kaum zu übersehendem Schneckentempo. Also schnell mal von Tiefflug auf Sonntagsfahrt herunter gebremst und die Musik in den Kopfhörern leiser gestellt. Natürlich waren sie so langsam, dass sie die Grünphase nicht mehr schafften und also an der Ampel vor mir standen. NEBENEINANDER! Sodass ich bei grün nicht einfach vorbei konnte. Also ich hätte schon können, wär dann aber jetzt wieder um einiges an Geld leichter, da mein Fahrrad ja eher einem umgebauten Rasenmäher denn einem StVo-gültigem Rad ähnelt. Aus diesem Grund bin ich dann brav hinter den Gesetzeshütern auf Ihren edlen Rössern hinterhergezuckelt. Und schon die nächste rote Ampel. Normalerweise ist diese Passage eine sach von 30 - 40 Sekunden. So wurden 3 Minuten draus! Glücklicherweise war dann an der Ampel etwas mehr Platz, sodass ich neben die zwei Typen konnte. Die waren viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als mich zu registrieren. Also musterte ich schnell die Bikes. Das ist ja immer die Frage, ob man die mal eben so verheizen könnte. Es sind 26er Räder mit Schwalbe Marathon Reifen. Circa 2,2 breit. Dazu noch eine billig anmutende Cityfedergabel, Hersteller unbekannt. Ebenso der Rahmen. Ich habe nur diesen riesigen Aufkleber Dieses Rad ist diebstahlgesichert entdeckt. Wie arm. An einem Polizistenrad. Schaltwerk gabs keins. Nur eine monströs dicke Nabe hinten. Also schwer zu raten, was für eine Übersetzung denen zur Verfügung steht. Außerdem hing noch ein massiver Gepäckträger hinten dran (wohl für die Straftäter), Ein doppelt verstärkter Fahrradständer war ebenso zu erkennen. Alles in allem wiegen die Kisten wohl in etwa so viel wie mein Dirtjumper, wenn nicht noch mehr. Während der Schleichfahrten war auch witzig zu beobachten, wie sie noch Probleme mit ihren Klickies hatten. Ein Fest! War wohl wirklich der erste Ausritt. Als es dann aber endlich mal grün wurde, ballerte ich los, wich einigen entgegenkommenden Radfahrern aus und sagte noch, dass da hinten Polizei steht. Und da schnappte die Falle auch schon zu. Alle die mir entgegen kamen, hätten eigentlich auf dem Radweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite fahren müssen. Alle wurden angehalten. Ergo: Bist du als Polizist nicht schnell genug, stell dich vorher einfach in den Gegenverkehr. Gebt also jetzt alle ein wenig acht, wenn ihr wie die Wahnies durch Dresden fahrt.

Die Route steht fest
22.05.2009 / 12:53
Es sind noch knapp 9 Wochen bis sneids und ich auf Tour gehen. Vergangene Woche konnten wir uns nun auf eine Region einigen, welche wir befahren wollen. Es war aber eine ausgesprochen lange Findungsphase, da mehrere Kriterien berücksichtigt werden mussten: Die Fahrt muss biolatschenfreundlich gehalten sein, es sollten nicht allzu hohe Anstiege zu erklimmen sein, wir wollen etwas Abwechslung fürs Auge und vorallem muss als Belohnung am Ziel der Tour ein See oder Meer auf uns warten. Dies alles erfüllt die Tour von Orleans nach St. Nazaire. Wir fahren durch Frankreich. Knapp 670km auf dem Loire-Radweg - dem Garten Frankreichs. Ich möchte an dieser Stelle aber nicht zu viel ausplaudern, da ja sonst fast gar nichts mehr für das auch dieses Jahr wieder erscheinende Tourbuch übrig bleibt. Es sind jetzt noch ein paar Organisationen bzgl. der An- und Abfahrt nach bzw. von Paris zu klären, dann kann aber auch schon der August kommen.

Gefährliche Strömung
28.04.2009 / 08:57
Am Samstag war ich mal wieder in der Heide, zusammen mit sneids. Als Untersatz wählte ich den grünen Kantenklatscher um mal wieder ein wenig Anstrengung zu spüren. Das Cannondale ist einfach zu geradlinig und effizient, sodass man kaum ins Schwitzen kommt. sneids nahm mangels Alternativen sein Cube. Der Arme. Zunächst kam ihm die Strecke sehr entgegen: Straßen und Gehwege und keine Spur von Waldboden oder ähnlichem. Irgendwann waren wir dann mal in der Heide und da bekam auch er endlich ein kleines Grinsen auf seine Backen. Wir fuhren hier und da lang ohne irgendeine Ahnung zu haben, wo wir eigentlich sind. Schließlich tat sich ein Bach auf und der Weg führte nicht weiter. Er ging schon noch weiter, allerdings nur über eine eingefallene Brücke, welche ich kurz betrat, eine lockere Holzlatte entdeckte und gleich wieder kehrt machte. sneids glaubte mir natürlich nicht, ging über die Brücke, wich der losen Latte unwissenderweise aus und kam drüben an. Glücklicherweise hat er sie auf dem Rückweg entdeckt und somit war auch die Brücke Geschichte. Nun kam ich auf die glorreiche Idee, einfach durch den Bach durchzufahren. Schließlich sind das ja nur gut und gerne zehn Zentimeter in der Tiefe. Sollte also kein Problem darstellen. Der Bach wurde nochmal hier und nochmal da begutachtet, sneids brachte sich in Position, da wir beide schon ahnten, was gleich kommen würde. Er wollte halt recht gut stehen, um alles zu sehen. Ich nahm Anlauf, kam dem Bach näher. Noch näher. Mein Vorderrad tauchte ein, die zehn Zentimeter waren schnell überschritten. Schon steckte das Rad bereits 20 Zentimeter im Boden, welcher eine Mischung aus losem Schlamm und den Überresten von Laub darstellte. Ich stieg über den Lenker ab und das Hinterrad bäumte sich auch noch auf. Schließlich stand ich bis zu den Knien in der Plärre und es tat sich schlagartig ein schallendes Gelächter auf beiden Seiten auf. Dies alles geschah in ca. drei Sekunden. Ich rettete mich auf einen abgesägten Baumstamm, welcher ungefähr drei Zentimeter unter der Wasseroberfläche lauerte. Hier also hätte es mich eh gerissen, wenn ich noch weiter durchgekommen wäre. Nachdem dann Bilder als Beweis meinen tapferen Einsatzes gemacht wurden, zog sneids mein Bike aus dem Bach und ich versuchte, mit einem Satz aus dem Bach zu springen. Dies gelang natürlich nur bedingt. Ich sank schon wieder ein. Als ich dann wieder auf dem Hobel saß, fuhren wir ein Stück bachaufwärts und entdeckten eine 20 Zentimeter breite Meerenge. Wir meisterten sie mehr oder weniger gekonnt mit einem beherzten Satz. Natürlich zu Fuß. Gekrönt wurde die Tour mit einer herrlichen Abfahrt hinter ins Elbtal. Als Belohnung gab es für mich eine halbstündige Dusche, um die verdammten Blätter von den Beinen zu kriegen und für sneids eine Runde Xbox. Hier die Bilder. Entschuldigung, der schlechten Qualität wegen, aber wir wollten es grobkörniger - MORE VIRUAL!

Tour 2009
27.03.2009 / 11:12
Unsere diesjährige Biketour nimmt langsam Konturen an. Noch wissen wir nicht genau, ob wir in die Anden oder nach Norwegen oder irgendwo dazwischen wollen, aber wir haben dennoch einen Fakt. Nämlich das Wann! sneids und ich haben die ersten zwei Augustwochen Urlaub eingereicht und bestätigt bekommen. Also werden wir schön im Hochsommer irgendwo entlang radeln. Beide hoffen wir auf etwas nicht allzu bergiges. sneids wegen der Beschaffenheit seiner Knie und ich, weil ich gern wieder Biolatschen anhaben und den Fahrtwind in meinen Haaren spüren will - Ergo: Kein Downhill-Helm mehr.

Gripgeflüster
05.03.2009 / 18:26
Es ist Anfang März, es sind mehr als acht Grad Celcius, die human- als auch künstlich-mechanischen Highend Gerätschaften arbeiten unter Volllast: Die Waden sind vor Anspannung dem Zerreissen nahe, der gesamte Antriebsstrang ächz wegen der Mörderbeschleunigung, die Verzögerungsabteilung ist auf Grund der hohen Temperaturen nahe der Kernschmelze und die Federbeine kennen kaum noch Ruhe, da sie fast ununterbrochen den Kontakt zu den Standrohren suchen. All dies in Verbindung mit dem unverwechselbarem Geräusch, einer Mischung aus dem Klang, welches die Haftreibung eines XC-Reifens bei 45° Neigung von sich gibt und den rasch verstummenden Hupkonzerten gepaart mit einem hier und da auftauchendem Geschrei bzw. Gekläffe bedeutet: Es ist wieder Zeit für Testflüge! Genauer: Tiefflüge. Präzise: Ich sitze / liege auf dem Bike und versuche meine Rekordzeit von Arbeit nach Hause zu schlagen. Leider versuchen ettliche rote Ampeln mir das Leben schwer zu machen. Die verlorene Zeit wird aber durch waghalsige Shortcuts im halbgrauen Straßenverkehrsordnungsbereich wieder gut gemacht. Fazit: Hatte heute 4 rote Ampeln, abgekürzt wie Sau und eine Zeit von 28 Minuten bei ca. 12km geschafft. Ein okayes Ergebnis für ein Vorfrühlingssprint. Nächste Woche Schnee? Niemals.

Where is my mind
22.10.2008 / 23:26
Seit einigen Tagen höre ich auf dem Bike den Deutschlandfunk. Zu aller erst bin ich einfach zu aggressiv anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber, da Metallica, Disturbed und weitere nun mal dazu animieren, jeden zu versägen. Zum Zweiten ist dieser Sender unheimlich informativ und bildend. Also für mich ollen Studenten perfekt! (...) Nun gut. Aber wenn es dann mal den ganzen Tag regnet, es dunkel ist, die Autofahrer fast alle fahren, als hätten sie gestern erst ihre Fahrprüfung bestanden, dann brauch man mal wieder etwas härteres. Also schalte ich wieder auf Zufallsmodus Alle und schon schreit mich wieder James Hetfield an, als hätte ich sein Haus angezündet. Herrlich. So geht es fix durch den Regen. Im Übrigen halten die bereits gehuldigten Beinlinge mal wieder alles, was ich schon versprochen habe! Meine Finger sind am Abfrieren, meine Füße sind klatschnass und eiskalt. Aber die Beine sind warm und trocken verpackt. Der Winter kann kommen! Und dann holen die Pixies mich wieder runter und alles wird gut.

Die kalte Jahreszeit kommt
19.09.2008 / 08:36
Es wird ja wie jedes Jahr ab September immer kälter und immer dunkler. Damit ich mich aber auf Grund der Kälte nicht in eine Straßenbahn zwängen und zum Amokläufer (wegen der mitfahrenden Passanten) werden muss, habe ich mir letzte Woche wärmende Armlinge und Beinlinge bestellt. Gestern sind sie angekommen! Sie schmiegen sich eng an meine muskelbepackten Beine und halten auch meine dünnen Ärmchen warm. Heute gab es einen ersten Test. Es waren bzw. sind 4°C und ich hatte nur meine kurzen Hosen die Beinwärmer, ein Trikot, die Armwärmer und einen dünnen Pullover an. Dennoch fühlte ich mich wohl und warm eingepackt wie damals bei Mutti. Heute lauf ich aber nicht rum wie ein Michelinmännchen, sondern ich hab ein wenig mehr Bewegungsfreiheit, was ja auf dem Rad von Vorteil ist. Für die Konsumjunkies: Die Teile habe ich von PEARL iZUMi. Armlinge schlugen mit ca. 20,- EUR und Beinlinge mit ca. 50,- EUR zu buche. Eine Investition die aber lohnt. Spart man doch Bahnkosten und sehr viele Nerven.

Tourbuch online
13.09.2008 / 10:40
Seit gestern, 19:30 Uhr ist unsere Pistenseite online. Diese wurde natürlich mit unserer Tourvorstellung vom Alpencross 2008 eingeläutet. Vielen Dank an die Anwesenden und die Daheimgebliebenen. Es war eh kein Platz mehr für euch! http://piste.dam-dam.de

Vorstellung des Tourbuchs 2008
26.08.2008 / 10:46
Es ist so weit. Wir stellen die Tour 2008 in Bild und Ton vor. Wie es sich gehört mit einer kleinen Party auf der es Hors Doevres und Prosecco gibt. Des Weiteren werden wir das Original-Tourbuch 2008 mit persönlicher Widmung für den Gewinner verlosen. Bis dahin wartet es gut verschlossen in einem Safe auf seinen neuen Besitzer. Wer also hören und sehen will, wie wir die Expedition, welche bis an die Grenzen ging, gemeistert haben, findet sich am 12. September gegen 19:30 Uhr bei Mayo ein. Hausschuhe und Gute Laune nicht vergessen.

Steven ist ein Fahrradfahrer
23.08.2008 / 00:33
Donnerstag kam Stevens neues Bike. Im Internet bestellt ist es ein wenig komisch geschickt wurden. So mit Vorderrad am Rahmen und noch keine Pedalen dran usw. Und da ich ja der Techniker bin, habe ich angeboten, die paar Teile anzubringen. Gesagt, getan und vorhin haben wir noch eine Testrunde gedreht. Okay, die Gabel ist ein wenig weich und die Kiste kann gewichtstechnisch nicht mit dem Cannondale mithalten – aber welches Bike kann das schon? ;) Aber man kann damit gut schnell fahren und schön rumschlatzen. Ja, da hätte es ein BMX mit Rücktritt auch getan. Aber wir wollen ihn ja auch mal mit auf Tour nehmen und somit soll es schon ein MTB sein. Wir werden ihn dann mal gleich im Dunkeln durch die Heide schicken ...

Warlock der Fahrradfahrer
21.08.2008 / 19:17
Ihr alle kennt ihn, den Warlock aus Die Hard IV. Wer ihn nicht kennt, dem sei er als klein, dick und bärtig beschrieben. So einen habe ich gerade im Konsum getroffen. Er tratschte mit einem Freund, dass er gerade mit dem Rad (!) ins Fitnessstudio gefahren ist. Ganze 20 Minuten. Jetzt ist er schon fast zu ausgelaugt. Naja, schmunzelnder Weise schaffe ich meine Pfandflaschen weg und versorge mich mit Nachschub. Natürlich steht der mit allen Wassern gewaschene Biker hinter mir an der Kasse und versucht mit der Kassiererin ins Gespräch zu kommen. „Waren hier alle Kassiereinnen im Urlaub? Sie sind so braun.“ Als könnte der Freund, der mit ihm in der Schlange steht meine Gedanken lesen, meint er nur, dass das normale Bräune sei, wenn man sich im Sommer auch mal draußen aufhält und ob er denn nur im Keller wohnen würde. Und ganz schnell wurde es leise um unseren kleinen, dicken Konsumwarlock ...

Zurück aus der Sommerpause
20.08.2008 / 14:55
Seit Montag bin ich wieder da von meinem, gemeinsam mit sneids durchgeführten Alpencross. Schön war es. Das muss an Eindrücken fürs erste genügen. Alle, die eine Karte erhalten haben dürfen sich glücklich schätzen. Alle anderen müssen sich noch ein wenig gedulden. Es wird ein Tourbuch und auch jede Menge Bilder geben. Doch da wir im Urlaub so geschmiert haben, nimmt die Dechiffrierung der Tourbotschaften mehr Zeit in Anspruch als gedacht. Und da man Bilder nie weitab vom Hintergrundwissen zeigen sollte, gibt es diese daher auch erst mit Erscheinen des Tourtagebuches. Ich verspreche euch aber nicht zu viel, wenn ich sage, dass es phänomenal wird. Ist es ja schon. Des weiteren werde ich auch langsam ein wenig aktiver. Ich habe die Ergebnisse des ersten Spieltages der Bundesligasaison 2008/09 eingetragen und einige Bugs entfernt. Hoffenheim auf dem ersten Platz ist kein Bug, sondern die Wahrheit. Das soll es erstmal gewesen sein. Also schaut immer mal wieder vorbei, um eure Spieltipps abzugeben bzw. zu schauen, ob das Tourtagebuch online ist. Tipp: Der Feed weiß es immer zuerst.

Drei, vier mal werden wir noch wach
05.08.2008 / 13:04
In drei Tagen fährt der Zug nach Garmisch, dem Start unserer Tour. Dieses Jahr über die Alpen. Aber da wir den Zug erst Freitagabend betreten, sind wir Samstag gegen 8 Uhr in Garmisch. Demzufolge werden wir mehr oder weniger noch vier mal wach. So viel zur Überschrift. Da wir auf Grund der letzten Planungen nicht mehr zum ausgiebigen Verabschieden kommen, erledige ich das jetzt mal an dieser Stelle. Gehabt euch wohl, vermisst uns fein und drückt uns die Daumen, dass wir unsere gestählten Körper immer schön in die Sonne halten können. Und bitte denkt noch dran, eure Tipps für das Bundesligatippsspiel abzugeben. Die Ergebnisse werden dann am Montag, dem 18. August bzw. dann den Dienstag darauf eingetragen. Wir werden uns nun im Kartenfalten üben, die Rucksäcke packen, die mp3Player mit alpenwürdiger Musik bespielen und noch den ein oder anderen Berg in Dresden verheizen. Wer uns verabschieden will, findet sich am Freitag gegen 20 Uhr am Hauptbahnhof mit Banner und wehenden Fahnen ein. Es grüßen Mayo und sneids.

Rennradfahrer bringen es nicht
25.06.2008 / 08:52
Ich radel gestern nach der Arbeit in aller Seelenruhe auf meinem Dirtjumper so vor mich hin. Wirklich schnell kann man mit dem Monster ja nicht fahren, im Wald kommt es einem nur schneller vor. Na wie dem auch sei, schleich ich beinahe schon auf einem Fußweg in Fahrtrichtung entlang, da kommt dort ein Typ auf nem Rennrad die doch recht breite Ausfahrt rausgeschossen. Er wollte auch auf den Fußweg auf welchem ich mich befand. Und er hatte dies ohne zu Bremsen beabsichtigt. Ging nicht gut. Wohl auch deshalb, da ich geistesgegenwärtig von ihm weglenkte und gleichzeitig bremste. Er tat es mir ähnlich. Also er bremste. Gelenkt hat er genau auf mich zu. Klasse Typ. Da ich dann quer zu seinem Vorderrad fuhr ist er mir direkt in die Seite rein. Glücklicherweise direkt an den Rahmen. Ich fiel nach links um, der Arm baumelte noch am Lenker und ich hab ihn erstmal denunziert, wie bescheuert man doch sein kann und was er denn vorgehabt hätte usw. Er konnte aber noch gar nicht richtig antworten, da er noch mit seinen Beinen in seinem Lenker verknotet war. So ein Trottel. Superschnell fahren aber dann nicht richtig auf die Fresse fallen können. So was mag ich ja. Also dem jungen Herrn schnell geholfen und ICH fragte, ob mit ihm und seinem Rad alles okay sei. Nebenbei bemerkt ich hab nur ein paar Kratzer und der grüne Hobel ist unversehrt. Über den kann man ja auch mit nem Bulldozer fahren und das Bike würde halten. Aber die Gabel des Rennrads sah ein wenig lediert aus. Sie war leicht nach hinten gebogen und somit schliff die Bremse vorn an der Felge. Der Fahrer meinte aber, dass das schon immer so sei. Natürlich. Mir egal, ist ja nicht mein Rad und mir geht es gut.

Seifenkistenrennen und Bikeschrauben
23.06.2008 / 14:28
Das letzte Wochenende stand voll im Zeichen des Inbusschlüssels. Einerseits habe ich mit meinem Bruder das schwarze Cannondale für die bevorstehenden Touren wieder ein wenig fit gemacht. Und andererseits fand in der Saloppe der achte Prix de Saloppe statt. Aber eins nach dem anderen. Bei dem schwarzen Bike kündigte sich schon geraume Zeit lang eine Komplettwartung an. Die Pedalen machten komische Geräusche, die Parallelogramme der XTR waren dahin und klapperten nur noch vor sich hin und das schlimmste - die mit Titanfedern getunte Rock Shox Judy hatte nach und nach kein hinnehmbares Ansprechverhalten mehr an den Tag gelegt. Das Bike hat ja auch schon 10 - 15 Jahre auf dem Buckel. Da dürfen Verschleißteile sich gern schon mal zu Wort melden. Also wurden mal wieder die üblichen Onlineversand- und Aktionshäuser in der Hoffnung auf ein paar Schnäppchen bemüht. Mir gelang es ein Paar wunderschöne Schwalbe Hurricane Race Guard und eine Rock Shox SID 100 zu ergattern. Mein Bruder erstand im gleichen Zeitraum ähnliche Produkte, sodass wir nun einen Rahmen zu wenig haben. Nach und nach trafen die Teile ein und am Samstag ging es dann ans werkeln. Schnell folgte die Ernüchterung. Während das Reinigen des Bikes an sich und des gesamten Antriebsstrangs im Allgemeinen noch reibungslos ablief, hakte schon beim Abmontieren der Judy. Irgendwann klappte es dann mal und endlich wurde die SID strahlenderweise eingepasst. Und wieder Ernüchterung. 18cm Gabelschaft sind ca. 3cm zu kurz für Rahmen und Vorbau. Voller Ratlosigkeit und angestautem Frust ging es dann erst einmal runter zur Saloppe, um den anderen Schraubern zu zusehen, wie sie ihre so genannten Seifenkisten den Pflastersteinberg von der Elbe hoch zur Partylocation hochschoben, -zogen oder -mogelten. War man dann oben angekommen, mussten die Kisten in Bestzeit wieder herunter befördert werden. Kurz vor dem Ziel musste das entsprechende Vehikel zum Stillstand gebremst, aus selbigen ausgestiegen und auf die Torwand geschossen werden. Je Treffer gab es zehn Sekunden Zeiterlass. Für die „kleinen“ Teams eine gute Gelegenheit, aufzuholen. Doch bei vielen Fahrzeugen, war es nicht so gut um die Bremsbalance beschaffen. Das Team „Red Fat Cat“ zum Beispiel, stellte sich quer und knickte die Räder der rechten Seite um ca. 80° ab. Also wurde ins Ziel getragen. Wer nun gewonnen hatte, war bei dem Spektakel meinerseits nicht mehr auszumachen. Wir schlenderten danach wieder zu mir und beschlossen, am nächsten Tag, dem Sonntag noch ein wenig weiterzubasteln und würden dann sehn, was wir nun mit der Gabel machen, bei der Schaft zu kurz war. Der nächste Morgen wurde mit einem herrlichen Frühstück an der Elbe begrüßt. Also ich aß schnell zu Haus ein paar olle Brötchen und machte mich dann auf die Jungs und Mädels am Glockentürmchen zu suchen. Geschlagene 2,3 mal bin ich an denen vorbei gefahren. Nun gut, irgendwann war das Frühstück beendet und wir radelten zu mir. Dort entschlossen wir uns, den Vorbau einfach so fest es geht um den Schaft zu zwängen und wuchteten so doll es ging die Gabel in den Rahmen. Auf den ersten Blick und Ruckler hin schien alles okay. Nun noch schnell die Bremsen dran und dann noch fix um das andere gelbe, wunderschöne und leichte Bike gekümmert, welches Anne evtl. für die Tour bekommt. Und dann ging es ab zur Testfahrt an die Elbe. Die neuen Reifen zeigten sich direkt von Ihrer besten Seite. Geräuschlos und kaum Rollwiderstand. So mag ich das. Die Gabel machte auch einen guten Eindruck. Alles in Allem konnte ich meine Bruder, welcher auf einem Rennrad unterwegs war, gut einheizen. Dann wurde getauscht und schwuppdiwupp war der Steuersatz wieder locker. War ehrlich gesagt, ja zu erwarten. Und um den ganzen noch die Krone aufzusetzen, verabschiedete sich noch die GripShift für das hintere Schaltwerk. Das heißt ich kann jetzt hinten im kleinsten Ritzel und vorn im mittleren oder größten Zahnkranz fahren. Aber mit den Reifen ist das ja nicht schlimm... Zu Hause angekommen wechselte ich gleich die SID durch die andere von meinem Bruder erstandene Manitou SXR. Sie hat wie die Judy auch 80mm Federweg, ist formschön und vom Gewicht her steht sie der SID in nichts nach. Was nun aus der SID wird, ist offen. Entweder wieder verkaufen oder noch ein wenig mehr Geld in ein paar weitere Teile investieren ... Bilder zum Seifenkistenrennen gibt’s hier und ein paar Bilder zur Schraubaktion gibt’s hier.

Sagt Hallo zur NagNag!
30.03.2008 / 10:51
Ostern vorbei, Geburtstag vorbei, Zeitumstellung vorbei. Lasst uns anfangen, das schöne Wetter zu genießen und ein wenig Fleisch auf den Grill legen! Doch zuvor möchte ich mich noch bei den zahlreichen Gratulanten bedanken! Danke. Aus aktuellem Anlass habe ich gleich mal ein recht praktisches Geschenk vorzustellen. Meine NagNag! Stilsicher kauert sie nun neben meiner Bremse und wird ab sofort alles belästigen, was sich mir in den Weg stellt. Besser belästigen, als dass ich die Objekte umgurke. Solltet ihr also mal aus der Ferne ein Geräusch hören, als würde man auf so einen kleinen Hund treten, das bin ich! Aber nicht wie ich über selbigen drüber fahre. Ich will nur mal wieder auf mich aufmerksam machen. Oder ich bin einfach nur hingefallen und mit der NagNag zuerst aufgekommen...

Die XTRs zeigen wieder Zähne
19.03.2008 / 22:28
Nun ist mein Flur wieder komplett. Ich konnte heute endlich das Cannondale aus der Werkstatt holen. Es hat jetzt schicke, in schwarz gehaltene Felgen von Mavic mit dazu gehörigen Speichen. Die Naben wurden beibehalten. Was soll man auch eine intakte DT Swiss Nabe wechseln? Durch die neuen Räder konnten auch endlich die Bremsen ordentlich eingestellt werden. Jetzt können die XTRs wieder kraftvoll zupacken! Jetzt noch ein bisschen weniger Schnee und etwas mehr Sonne bitte!

Wandkonstruktionen...
02.01.2008 / 07:43
... sind eine feine Sache. Man kann viele Fahrräder platzsparend aufräumen, Betten 2 Meter weiter oben anbringen und auch sonst jede Menge Platz sparen. Blöd nur, wenn dabei das Telefonkabel gekillt wird. Aus diesem Grund bin ich seit Weihnachten offline und konnte diesen kurzen Funkruf nur schnell von Arbeit aus absetzen. Drückt mir die Daumen, dass bald alles besser wird... Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen.Hier geht es zu den Bildern.

Radfahrerunfreundlichster Radweg
02.11.2007 / 09:21
Diesen Titel verleihe ich diese Woche guten Gewissens an den Elbradweg Dresdens zwischen Waldschlösschen und Albertbrücke. Sonntag war es mal wieder an der Zeit, meine Wanne zu schrubben. Was macht man da? Richtig, man saut sie vorher nochmal richtig ein, indem man sein Bike in selbiger putzt. Dank der monströsen, aber dennoch umweltfreundlich abbaubaren Chemiekeule von Mutti hab ich sogar meine olle Kette wieder zum Glänzen gebracht! Also ging es Montag gleich mit dem Bike auf Arbeit! Hach, was ein Spaß, mal wieder am Limit unterwegs zu sein. Dienstag wollte ich dieses Spektakel wiederholen, kam aber nur ca. 1km weit. Dann wurde der Hinterreifen laut, langsam und ein wenig schlabbrig. DIE Anzeichen für ein nicht mehr schleichenden, sondern sprintenden Platten! Also runter vom Hobel um den Reifen zu schonen. Es stellte sich die Frage, ob ich nun zurück nach Hause schiebe und knapp 45 Minuten später auf Arbeit komme, oder direkt zur nächsten Bahnhaltestelle schiebe und mich dann dort reinzwänge. Ich entschied mich leider für Letzteres. Dummerweise hatte ich vergessen, dass zw. 7 und 8 Uhr die Öffentlichen Verkehrsmittel einen recht hohen Akneanteil haben. Leider. Ich kam nicht rein. Also schob ich weiter bis zur nächsten Haltestelle, bei welcher erfahrungsgemäß viele der lieben kleinen Schüler aussteigen. So war es. Also rein, Hobel angeschlossen und hingesetzt. Kurze Zeit später durfte ich schon wieder aussteigen, weil es jetzt nur noch mit Bus weitergeht. Da kam mir schon ein Wladimir oder Vitali oder Piotr oder wie auch immer mit INTAKTEN Fahrrad entgegen und meinte auch unbedingt in den Bus und somit seine Mistkarre an mein Schnuckel stellen und später schubbern zu müssen. Blödes Türsteherarschloch, welches vom Nachtdienst kommt! Oder so. Während ich so mein Bike festhalte mache ich eine interessante Entdeckung, die gern weiter diskutiert werden kann: Warum haben Leute, die Bomberjacken tragen Kulis an ihren Ärmeln? Es ist ja wohl klar, dass dieser Menschenschlag dazu tendiert, eher Murmeln als Hirnmasse im Kopf zu haben. Wozu also diese Stifte? Wollen sie Schiri spielen, also was auf bunte Karten malen? Wollen Sie Autogramme geben? Oder aber ist es eine Maßnahme ähnlich den kleinen Vokabelheftchen im Fremdsprachenunterricht? („Da könnt ihr ja immer mal im Bus/Bahn usw. reinschauen!“) Sind diese Stifte also aktive Werkzeuge, um Bomberjackenträger wieder ins normale Leben einzugliedern? Schreibt euch nicht ab! Lernt Lesen und Schreiben. Ich denke eher, dass sie die Stifte an den Jacken hängen haben liegt einfach daran, dass es Stiftehalter an den Jacken gibt! Warum leckt sich ein Hund die Eier? Weil er es kann! Vergleiche ich gerade Türsteher mit dreckigen Hunden? JA! Zurück zu mir, dem Platten und den Öffentlichen. Nachdem ich diesen Gedanken nachgegangen und ein wenig vor mich hingegrinst hatte, hieß es schon wieder aussteigen! Arghs! Und zwar nun wieder in eine Bahn. Herrlich. Hält der Busfahrer mit der Tür direkt vor nem Bauzaun! Wie soll man da raus kommen!? Man tritt den Bauzaun beiseite und passt natürlich auf, dass keine Dritten zu Schaden kommen. Okay, der Zaun bog leicht in Richtung eines kleinen Kindes ab und die dazu gehörige Mutti, welche leicht verzweifelt war, weil schon wieder Monatsende und der Alte alles in Kippen und Alk investiert hatte, schlug mit verbalen Entgleisungen nur so auf mich ein. Aber zum Glück hatte ich ja noch meinen mp3-Player dabei und so konnte ich das leicht ausblenden. Dem Kind ist im Übrigen nichts passiert. Trotz all dieser Vorkommnisse war ich noch pünktlich auf Arbeit. Doch wenn ich schon nen neuen Schlauch reinziehen muss, kann ich doch auch gleich noch neue Reifen drauf machen. Hab die „alten“ jetzt ja schon knapp 1,5 Jahre! Meine neue hören auf den Namen High Roller 2.7 von Maxxis in der 26er-Ausführung. Hab am Rahmen und Gabel schon gemessen. Dürfte gerade so passen! Freude ^^

Unterwegs in Mitteldeutschland
13.08.2007 / 14:58
Die Donautour letztes Jahr machte sneids und mir Lust auf mehr. Kurzerhand entschieden wir uns, dieses mal nicht allzu weit zu fahren und die Schönheit Deutschlands zu genießen. Viele begeisterte Radfahrer würden Rhein, Mosel oder sonstiges vorschlagen. Mir gomm aber aus Dräsdn also fahrn mer an dor Elbe! Die Planung umfasste lediglich das Auftreiben einer Karte; Rücksäcken, welche länger halten als nur die ersten 50km; und vereinzelt fehlender Fitness. Alles wurde gefunden und organisiert. Anfangs wollten wir die volle Tour fahren – von Hamburg nach Dresden. Leider ist sneids auch ein kleiner Vereinnahmter und so wurde die Tour zum Wohle des Urlaubs mit seiner Freundin um die Hälfte gekürzt. Nun also nur noch Hamburg - Berlin. Wir entschieden uns, mit dem Zug bis Süderbrarup bzw. Gelting zu meinem Bruder zu fahren, dort das Wochenende zu verbringen, für mich eeendlich das gelbe Bike abzugreifen und dann auf in Richtung Hamburg und Elbe. Das gelbe Rad wurde aus technischen Mängeln gestrichen und ich griff auf meinen kleinen, süßen, tonnenschweren Dirtjumper zurück. Doch wenige Tage vor Beginn der Tour machte uns eine Trennung in meiner Familie einen bösen Strich durch die Rechnung. Gelting war nicht mehr zu betreten – und wer es doch tat, musste damit rechnen, den Rosenkrieg nicht zu überleben. Flexibel wie so zwei fitte Biker nun mal sind, wurde auf Hamburg ausgewichen. Somit hatten wir wohl knapp 2-3 Tage Tour durch Norddeutschland gespart. Im Zug nach Berlin allerdings fiel uns auf, dass wir gar nicht durch Hamburg fahren, sondern Dresden – Berlin – Schwerin – Kiel – Süderbrarup. Fluchend und den Radlgott verdammend schlugen wir in der Karte nach und sahen, dass Schwerin nur ein Katzensprung von Hamburg entfernt ist. Also, ab nach Schwerin und dann kann die Tour endlich beginnen! Doch in Berlin angekommen stellte uns die DB alles in den Weg was sie hatte. 3 Worte: Regionalexpress, Wochenende, Wochenendticket. Das totale Chaos. Was schon an ein Wunder grenzt, ohne Bike eine Fahrt mit Wochenendticket ohne Amoklauf abzuschließen, ist mit Bike eher ein Ding des Unmöglichen. Wir versuchten, in 2 Züge gen Schwerin einzusteigen, doch sie waren einfach vollgestopft. Man dachte, usbekische Wanderameisen hätten heute ihren großen Tag. Ein himmefahrtskommandogleicher Vorschlag jagte den Nächsten. 1. Direkt von Berlin aus nach Hamburg radeln. An sich ein guter Vorschlag – Die Karte muss nur rückwärts gelesen werden. Nur wie von Hamburg nach Dresden kommen? Wochenendticket und 6-7x umsteigen? Reservieren und €140-Tickets kaufen? NEIN! 2. Von Berlin aus mit dem Zug solang an der Havel entlang, bis wir auf die Elbe stoßen (Havelberg). Von dort aus an der Elbe nach Dresden. Schon eine bessere Idee, nur fährt bis Havelberg kein Zug. Was nun genau dahin fährt, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Ich tippe auf Rikscha oder ein Vollbesetzter Dollmusch oder wie die Gurkentaxis in der Türkei heißen. 3. Von Berlin aus nach Rathenow und dort dann entlang der Havel bis nach Havelberg. Hier angekommen ebenfalls an der Elbe nach Dresden. Nach kurzer Überredungskunst bzw. einfach nur bockigigem Schmollen und Nichtssagen meinerseits entschieden wir uns für Version 3! Also schnell nochmal Tickest geholt und ab in den LEEREN Zug. In Rathenow irrten wir gefühlte 8 Stunden umher. Einerseits getrieben von der Lust am Radfahren, andererseits von der Ahnungslosigkeit in welche Richtung wir nun müssen oder einfach nur weil wir mal auf die Hütte mussten. Nachdem wir unsere Vorräte im örtlichen Edeka gefüllt und uns Mut gemacht hatten, begann endlich unsere Tour. Es war nun 14 Uhr. Wir starteten 7:12 Uhr in Dresden. Wir kamen langsam in Tritt und rissen ein paar Kilometer – dabei immer die Elbe im geistigen Auge vor uns. Man fuhr durch ehemaliges Grenzgebiet zwischen Ost und West, durch Atillerieabschussübungsanlagen der Bundeswehr und an einigen Orientierungspunkten vorbei. Diese helfen aber leider nur verirrten Bundis und nicht von der Bahn enttäuschten Bikern. Wir hatten, um es ein wenig einzugrenzen, uns etwas verfahren. Es ging gerade aus nach Kleitz und rechts herum in Richtung Elbe bzw. später noch Havelberg. Was niemand – abgesehen vom godfather sneids – wissen konnte: Kleitz sollte noch ein wichtiger Meilenstein werden. Aufgrund meiner, mit allen Gliedmaßen, auf der Straße durchgeführten, kleinen Trommelaktion bogen wir in Richtung Elbe also rechts ab. Und schon wieder irrten wir umher. Ich schmiss mich vor eine in der Einöde auftauchende doch recht große Limousine. Der Einheimische deutete uns den direkten Weg zur Elbe. Endlich waren die Götter wieder mit uns! Entlang des Plattenweges und vorbei an einem freundlichen Baggerfahrer durchquerten wir noch ein paar Dörfer bis uns endlich ein weiterer wirklicher Ureinwohner Brandenburgs uns den Weg zur Elbe zeigte. Und tatsächlich. Noch ein paar wenige Kurbelumdrehungen und wir sahen endlich ein Chemiewerk! Chemiewerke stehen immer am Wasser. Doch nicht wie man annehmen mag wegen den Abwässern, sondern wegen der Kühlung. Immer wieder schön, wenn eine kleine Tour auch noch bildet! ;) Kaum waren wir an der Elbe und rochen schon beinahe Dresden klingelte mein Telefon. Es war mein Bruder aus Dresden, der meinte, dass es kein Ding wäre, wenn wir noch ins Haus in Gelting wöllten. Das lass ich an dieser Stelle einfach mal unkommentiert. Weiter an der Elbe! Doch es hieß immer „Elberadweg – Alternativweg“. Wir fuhren ihn. Hatten wir doch keine Wahl, so oft wie an der Donau zu wechseln. Nach einigen Stunden angestreckten Strampelns, Witzchen und kleinen Sticheleien, die sich immer auf „Uschi“ reimten fuhren wir in Kleitz ein. Wer aufgepasst hat, weiß nun wie schnell ich vor sneids flüchten musste. In Schönburn machten wir dann an einer Art Discounter halt und füllten die leeren Tanks wieder auf. Die Angestellten waren unheimlich freundlich zu uns. Schon witzig, was ein Fahrradtrikot, Schweiß und die Story, wir währen direkt von Dresden aus losgefahren so alles bewirken können. Nachdem wir bzw. ich mich wieder frisch gemacht hatte, ging es nochmal richtig voran. Wir durchquerten einige malerische Orte, welche sich durch Straßenbau, Kirchenbau u.ä. wirklich sehr gut auszeichnen. Die Sonne trat ihren Weg gen Horizont an und wir schauten uns hier und da schon einmal nach Pensionen oder freien Zimmern um. War es doch letztes Jahr an der Donau ein Kinderspiel, eine Bleibe zu finden! Doch dieser Gedanke verflog nach etlichen negativen Antworten auf unsere Frage nach einem freien Zimmer wieder recht schnell. In dieser Region entlang der Elbe wird wohl nur in den ersten Augustwochen geheiratet – Demzufolge waren fast alle Pensionen voll. Wir fuhren weiter, auch als der Feuerball schon vom Horizont verschluckt wurde. Im Dunkeln erreichten wir Burg. Eine Stadt, welche wir noch bei Tageslicht ganz unten links an einer Wegekarte in einem weitentfernten Dorf gesehen hatten. „haha, das wär doch was, wenn wir heute abend noch dort sind!“ „haha, ja! Na vielleicht morgen!“ Es war 21:30 als wir endlich eine Pension in Burg erreichten. 25 Euro pro Person und Dusche/WC auf dem Gang sind nicht gerade der Wahnsinn. Aber wir waren froh, endlich von den Bikes zu kommen. Mir schmerzte mal wieder die gesamte linke Seite meines Rückens inkl. Schulter. Pünktlich um 8 Uhr wurden wir von einem altbekannten Weckruf geweckt: Ich von meinem Handy und sneids von meinen zärtlichen Worten „Aufwachen, Schätzelein!“ Die Dame des Hauses erklärte uns noch nach dem Frühstück den Weg in Richtung zurück zur Elbe und erzählte was von einem Wasserkreuz und der Havel (Wir fahren hier wohl nur im Kreis!?) Man bedankte sich, übergab Blumen, Glückwünsche und noch gute Besserung. So jedenfalls wünschte ich es mir. Es würde nur ein kurzes Schüssi und wir jagten davon. Wir überquerten an diesem Tag geschlagene vier mal die Havel! Kein einziges mal die Elbe – zumindest nicht absichtlich. Durch Burg hindurch und noch einige Dörfer weiter erreichten wir das Wasserkreuz. Es stellte sich als irgendeine Verbindung aus Havel, Elbe und Mittellandkanal heraus. Wir passierten es und fuhren den ominösen Kanal entlang. Immer und immerweiter. Vorbei an einem wirren Schild, welches uns den Weg falsch anzeigte jagten wir weiter und immer weiter den Kanal entlang bis einem von uns ein „sponsored by hannover“ auffiehl. HANNOVER? Man fragte Einheimische, wurde belächelt und wieder zurück geschickt. Ja, wir sind ca. 1 Stunde völlig umsonst gefahren. Nein, nicht umsonst. Muskeln wurden gestählt und Pigmente wurden in großer Anzahl aufgenommen. Nun war es nicht mehr weit bis Magdeburg! Endlich, so dachten wir, große Pause! Mit Kaffee, Tourtagebuch und Postkarten schreiben! Nichts dergleichen trat ein. Kurze Vorgeschichte: Am Abend zuvor bat sneids noch telefonisch seine Freundin, mal für uns im Netz nachzuschauen, wie weit es noch von Magdeburg bis Dresden sei. Wir gingen von knapp 280km aus. Ein Kinderspiel also. 3km vor besagter Stadt machten wir dann aber doch nochmal Halt, da die Kräfte schon recht aufgebraucht waren und sich der Weg scheinbar ewig hinzog. Da klingelte auch das Telefon. Juhu! Sie hat wirklich ein sensationelles Timing! Doch leider hatte sie nicht diese Information für uns sondern leider nur einen weiteren Schicksalsschlag für uns bereit. Ich möchte an dieser Stelle nicht näher drauf eingehen. Nur so viel: Die Laune war im Arsch und so die letzten Kilometer hinter uns zu bringen – Undenkbar. Also brach ich das Schweigen mit dem Vorschlag im gestreckten Galopp noch bis Magdeburg und von dort aus via WE-Ticket ab in die Heimat. Vorschlag wurde dankend angenommen und so erreichten wir 17:32 Uhr Dresden – 34:20 Stunden, nachdem wir hier aufbrachen. Eine Kurze Tour mit vielen Hochs und Tiefs. Doch wie immer war es mir eine Freude mit sneids zu radeln. Er heiterte die Stimmung mit seinen dämlichen Sprüchen immer wieder auf. Leider ist er nicht aufgrund von Missachten des eines oder anderen Hinweis’ von mir gestürzt. Schadenfreude ist dann doch die beste Freude. Doch wir beide waren froh, eine weitere Woche unseren Urlaub ála HartzIV zu beenden. PS: Von Magdeburg waren es noch mehr als 320km wie sich zum Schluss herausstellte. Ich will auch keine HartzIV-User angreifen. Doch bei dem Gro steht nun mal kein Weltspiegel oder die Tagesthemen auf der TV-Favoritenliste ;)

Impressum | © 2008 Mayo & sneids | www.dam-dam.de